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Gehäusebodendichtung

Die Gehäusebodendichtung ist das Dichtelement an der Rückseite des Uhrengehäuses – die Dichtung oder der O-Ring zwischen Gehäuseboden und Gehäusekörper. Mehr erfahren.

Die Gehäusebodendichtung ist das Dichtelement an der Rückseite des Uhrengehäuses – die Dichtung oder der O-Ring zwischen Gehäuseboden und Gehäusekörper. Sie bildet neben der Glasdichtung und der Kronendichtung die dritte Barriere im Abdichtungssystem einer Uhr. Wird der Gehäuseboden geschlossen – durch Verschrauben, Einpressen oder Einrasten –, wird die Dichtung komprimiert und dichtet die rückseitige Gehäuseöffnung ab.

Die Qualität der Gehäusebodendichtung und die Bauart des Gehäusebodens hängen direkt zusammen. Ein verschraubter Gehäuseboden übt über das Gewinde gleichmässigen Druck auf die Dichtung aus und komprimiert sie dadurch gleichmässig. Ein eingerasteter Gehäuseboden ist allein auf die Gehäusetoleranzen angewiesen – sitzt er auch nur geringfügig zu locker, kann die Dichtung dies nicht ausgleichen.

In der Praxis

  • Das Versagen der Gehäusebodendichtung hat typischerweise eine von drei Ursachen: Alterung der Dichtung, unsachgemässes Schliessen des Gehäusebodens nach einer Wartung oder Fertigungstoleranzen, die eine gleichmässige Kompression verhindern.
  • Bei Replika-Uhren sind Gehäusebodendichtungen auf QC-Fotos selten sichtbar, da sie im Inneren liegen. Prüfen lassen sich hingegen Passung und Verarbeitung des Gehäusebodens: Spalten, Fehlstellungen oder ein ungleichmässiger Sitz am Rand des Gehäusebodens weisen auf Toleranzprobleme hin, die die Dichtung beeinträchtigen können.
  • In der High-End-Qualitätsstufe sind die Toleranzen des Gehäusebodens eng genug, damit die Dichtung gleichmässig komprimiert wird und der Gehäuseboden bündig sitzt. Bei niedrigeren Qualitätsstufen sitzt der Gehäuseboden oft sichtbar locker – und die darunterliegende Dichtung ist entsprechend beeinträchtigt.
  • Wurde eine Replika-Uhr zur Prüfung oder Wartung des Uhrwerks geöffnet, muss die Gehäusebodendichtung wieder korrekt eingesetzt werden. Ein fehlerhafter Zusammenbau ist eine häufige Ursache für den Verlust der Wasserdichtigkeit bei Uhren, die ursprünglich gut abgedichtet waren.

Dichtung · Kronendichtung · Wasserdichtigkeit · ATM-Einstufung · Druckprüfung · Verschraubte Krone

Eine vollständige Erläuterung aller drei Dichtkomponenten und ihres Zusammenspiels bei der Bestimmung der praktischen Wasserdichtigkeit bietet: Ratgeber zur Wasserdichtigkeit von Replika-Uhren

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