GMT — Greenwich Mean Time — bezeichnet eine Uhrenkomplikation, die neben der lokalen Hauptzeit gleichzeitig eine zweite Zeitzone anzeigt. Eine GMT-Uhr verwendet einen zusätzlichen Zeiger, meist einen farblich oder durch seine Form deutlich abgesetzten Pfeilzeiger. Dieser vollführt alle 24 Stunden statt alle 12 Stunden eine vollständige Umdrehung. So lässt sich eine zweite Zeitzone auf einer 24-Stunden-Lünette oder einem inneren Skalenring mit Markierungen von 1 bis 24 ablesen. Die Komplikation entstand aus den Anforderungen der Luftfahrt — Rolex entwickelte die GMT-Master im Jahr 1954 in Zusammenarbeit mit Pan American World Airways, damit Piloten und Besatzung bei Transatlantikflügen die Heimatzeit und die Zeit am Zielort gleichzeitig im Blick behalten konnten.
Bei Replika-Uhren finden sich GMT-Komplikationen vor allem in Referenzen, die von der Rolex GMT-Master II inspiriert sind, deren zweifarbige Keramiklünette zum Ablesen von Tag und Nacht in 12-Stunden-Segmente unterteilt ist. GMT-Werke in Replika-Uhren verwenden ein Automatikkaliber mit separat angetriebenem GMT-Zeiger – dem vierten Zeiger, der die 24-Stunden-Umdrehung vollendet. Funktionalität und Genauigkeit des GMT-Zeigers variieren je nach Qualitätsstufe des Werks. Bei Replikas der gehobenen Qualitätsstufe bewegt sich der GMT-Zeiger in Einstundenschritten vorwärts, wenn die Ortszeit über die Krone eingestellt wird. Dies ermöglicht eine unabhängige Einstellung der Ortsstunde, ohne die GMT-Referenzzeit zu verändern. Einfachere Ausführungen können eine vereinfachte Lösung verwenden, bei der alle Zeiger gekoppelt sind.
In der Praxis
- Bei einer echten GMT-Komplikation lässt sich der Ortsstundenzeiger unabhängig vom GMT-Zeiger einstellen. So kann der Träger die Heimatzeit am GMT-Zeiger verfolgen und beim Wechsel der Zeitzone den Ortszeitzeiger anpassen. Diese unabhängige Einstellfunktion ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei GMT-Replika-Referenzen – Replikas niedrigerer Qualitätsstufen bieten möglicherweise keine tatsächlich unabhängige Zeigerverstellung.
- Die Rolex GMT-Master II verwendet eine zweifarbige Lünette, um Tag- und Nachtstunden in der zweiten Zeitzone zu unterscheiden – die bekanntesten Varianten sind die Farbkombinationen Schwarz-Blau „Batman“ und Schwarz-Rot „Pepsi“. Replika-Referenzen der GMT-Master II bilden diese Lünettenfarbkombinationen nach, meist in Keramik.
- Auf QC-Fotos sollten Käufer prüfen, ob sich der GMT-Zeiger deutlich vom Zifferblatt abhebt, im Verhältnis zu den Markierungen der 24-Stunden-Lünette korrekt positioniert ist und sich durch Farbe oder Form klar vom normalen Stunden- und Minutenzeiger unterscheidet. Ein GMT-Zeiger, der sich optisch nicht vom Zifferblatt absetzt oder schlecht verarbeitet ist, ist ein häufiges Qualitätsproblem bei GMT-Replika-Referenzen.
- GMT-Komplikationen finden sich auch bei Breitling und anderen von der Luftfahrt inspirierten Replika-Referenzen. Diese Ausführungen können zur Anzeige der zweiten Zeitzone einen inneren 24-Stunden-Skalenring statt einer drehbaren Lünette verwenden – ein Gestaltungsunterschied, der beim Vergleich von Referenzen beachtenswert ist.
- Der GMT-Zeiger einer Replika-Uhr sollte alle 24 Stunden genau eine vollständige Umdrehung vollführen. Käufer können dies überprüfen, indem sie den GMT-Zeiger auf eine bekannte Referenzzeit einstellen und seine Position nach 24 Stunden Tragezeit kontrollieren. Geht der Zeiger gegenüber der erwarteten Position deutlich vor oder nach, deutet dies auf ein Problem mit der Regulierung des Uhrwerks hin.
Verwandte Begriffe
Keramiklünette · Beidseitig drehbare Lünette · Einseitig drehbare Lünette · Lünette · Weltzeit
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Einen umfassenden Kaufratgeber zu Replika-Modellen der Referenzen GMT-Master II – mit Lünettenoptionen, Qualitätsstufen der Uhrwerke und Prüfpunkten vor dem Kauf – finden Sie hier: Kaufratgeber für Replika-Modelle: Rolex GMT-Master II